[2524.2] – 16 – Benjamin Frankfurt pt2

„Admiral Frankfurt?“

„Marc?“

„Bin anwesend.“

„Gut.“ Der alte Admiral wischte sich eine Strähne aus dem Gesicht. Auf dem Bildschirm wirkte er , als habe er seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. „Ich habe seit Wochen nicht mehr richtig geschlafen.“ Seine Stimme klang rau und matt.

„Was ist los?“

„Ich muss mit jemandem reden. Außerdem möchte ich dich um einen Gefallen bitten.“

„Ich habe auch etwas für dich. Kannst du einen Datenkanal öffnen?“ Frankfurt runzelte die Stirn, was ihn noch älter aussehen ließ. Auf meinem Datenpad blinkte es. Ich rief schnell die Datenbank mit den neuen öffentlichen Schiffssignaturen auf und übermittelte diese. „Wir hatten auf dem Mars ein kleines Problem. Colonel Alkenhof hat sich mit dem Piraten Von der Brüh zusammengetan.“

Benjamin zeigte ein grimmiges Grinsen. „Wir haben alle unsere Probleme. Was ist das?“

„Unsere neuen öffentlichen Signaturen. Da hier fast eure gesamte Raumflotte herumschwirrt, könntest du die Signaturen auch gleich verteilen.“

„Ich leite sie gleich weiter. Was ist passiert?“

„Alkenhof hat im Namen unseres Schiffes eine Sprungstation sowie den Zugang zum Alien-Artefakt auf dem Mars gesprengt.“

„Artefakt auf dem Mars?“ Ich biss mir auf die Zunge. „Ich weiß davon. Keine Sorge, du verrätst nichts Außergewöhnliches.“ Das beruhigte mich ein wenig. „Ich hatte eigentlich vor, mich bei Gelegenheit mal darum zu kümmern, aber die Situation in der Flotte und auf der Erde lassen mir dafür im Moment keine Zeit. Wir hatten aber auch ein paar Probleme in der Richtung.“

„Wie das?“ Er machte mich neugierig.

„Wir haben vor etwas mehr als einem Jahr ein völlig unbekanntes Schiff gefunden. Es passte technisch zu ...“ er hielt inne.

„Der Installation auf 571RB?“

„Die habt ihr also auch gefunden?“

„Ja. Das Archiv.“

„Ein Archiv? Es hat einige Leute durchdrehen lassen, da unten.“

„Miriam meinte, es sei eine biochemische Reaktion auf irgendwelche Strahlen, die das Gerät im aktiven Zustand auslösen.“

„Na gut, jedenfalls wurde das Schiff völlig zerstört, zusammen mit der dazugehörigen Station. Keine Überlebenden und keine Zeugen.“

„Und keine Spuren?“

„Doch.“ Ich erhielt eine Datei über den Datenkanal. Es handelte sich um ein Schemamodell eines Raumschiffes, dass mit Sensordaten aktualisiert wurde.