[2524.4] – 17 – Jagt ihn!

Sasmak lag ausgestreckt auf der Couch. Er hatte sogar die Stiefel ausgezogen, die ordentlich neben ihm auf dem Boden standen. Auf dem Beistelltisch lagen ein Codeknacker und eine Kombipistole. Er kratzte sich mit einem dolchartigen Messer die Fingernägel sauber und schien die ganze Welt um sich herum zu ignorieren. Der Kaffee war absolut perfekt.

„Was kann ich für Sie tun?“ Die Frage knallte geradezu durch den Raum. Ich weiß nicht, wie lange ich damit gewartet hatte, aber das plötzliche Geräusch meiner eigenen Stimme klang so scharf wie dasMesser des ehemaligen Piraten vor mir.

„Ein Deal.“ Sasmak betrachtete ungerührt seine Fingernägel und machte weiter.

„Ein Deal?“

„Ja.“

Ich versuchte mich, zu entspannen. Der Kaffee half ein wenig, aber gleichzeitig empfand ich die ganze Situation als völlig absurd.

„Lassen Sie hören!“

„Hol deine Leute. Dann werden wir reden.“

Ich schüttelte den Kopf. Er schien sich seiner selbst absolut sicher zu sein und konnte unzweifelhaft würde mir und meinen Leuten gleichermaßen gefährlich werden. Er hatte sich unbemerkt an Bord des Schiffes eingeschlichen, vermutlich in der Zeit, in der wir Bergenhoff die Flucht ermöglichten.

Caren Krieger traf zuerst ein. Sie musterte Sasmak auf dem Sofa und holte sich anschließend einen Klappstuhl aus dem Schrank. Zwei weitere Stühle stellte sie für die Nachfolgenden bereit. McGrown nahm sich den zweiten Stuhl und platzierte sich zu meiner Rechten, sodass er Sasmak im Auge behalten konnte. Varl wollte zuerst die Waffe ziehen, aber ich hielt ihn mit einer Handbewegung davon ab. Als Gina den Raum betrat sah sie sich zunächst nach einem weiteren Stuhl um, entschied sich dann aber anders. „Ok, Kleiner. Füße runter sonst Füße ab!“ mit diesen Worten stellte sie sich breitbeinig vor dem Sofa auf. „Wenn man mich so lieb fragt, werde ich wohl gehorchen müssen.“Sasmak machte Gina etwas Platz und setzte sich aufrecht hin.

„Nun, jetzt können wir reden.“ sagte ich. Varl fingerte an seiner Pistole herum. McGrown hatte die Arme verschränkt und zuckte nicht mal mit den Wimpern. Gina schien halbwegs entspannt auf dem Sofa zu sitzen. Bei Caren konnte ich es nicht einschätzen. Ihr Gesicht glich einer Maske.

„Mein ehemaliger Boss hat einen kleinen Fehler gemacht. Und nur deswegen bin ich hier.“ Er drückte Gina einen Zettel in die Hand. Sie las ihn kurz durch grinste und reichte ihn an McGrown weiter. Der las ihn ebenfalls durch, bevor er ihn an mich weitergab. Ich las den Brief laut vor.



Werte Freunde!