- Wolfsbau
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[2523.18] – 4 – Flucht
Verfasst von Farghrath am 9 August, 2009 - 12:30
Drei Tage, nachdem die Verhöre stattgefunden hatten, traf die Lupus Carnivore ein. Wir hatten einen Langstreckentransporter für die Aktion präpariert.
Jakob Fleischer behauptete ständig er wäre Bastian. Eigentlich wussten alle, dass er wirklich Jakob war und die Gefangenen standen in Reihe und Glied, um in Ketten gelegt zu werden. Er hatte sich, wie sein Bruder, die Haare wieder komplett abrasiert. Wenn beide jetzt die gleiche Kleidung trugen, konnte man sie nicht mehr auseinanderhalten. Plötzlich hallte ein Alarm durchs Schiff, der kurz danach wieder aufgehoben wurde.
Ich wurde theatralisch über Bord-Komm auf allen Terminals aufgefordert, sofort in die Kabine des Generals zu kommen, da es einen Zwischenfall gegeben habe. Normalerweise hätte man mich auch einfach über meinen Kommunikator ansprechen können, was wesentlich schneller und unauffälliger gewesen wäre. Unauffällig wollten wir aber gerade nicht vorgehen.
Der niedergeschossene Mann trank gemütlich einen Tee, während ihm die Sanitäter die Blutkonserven anlegten. Die Kabine war ein ordnungsgemäßes Schlachtfeld.
„Das gute Zeug kann man nicht einfach kalt werden lassen!“ Grinste er und ließ sich dann auf der Trage nieder.
Die Sanitäter hängten noch eine Blutkonserve auf und eine dritte Packung wurde dem General auf die Brust gelegt. Das Laken wurde immer blutiger. „Nur nicht zu dramatisch aussehen lassen.“
„Ach ich hab grad nen Schuss in die Brust bekommen, das muss blutig sein!“ sagte der alte Mann.
Er ließ sich seine Tasse abnehmen und die Fahrt in Richtung Krankenstation begann. Die offene Safe-Tür sagte mir, dass das Päckchen ebenfalls auf dem Weg war.
Von der Kabine des Generals waren es nur ein paar Meter bis zur nächsten Überwachungsstation. Ich würde die ganze Geschichte aus der Ferne beobachten müssen, bis alle im Bereich des Shuttlehangars waren. Von hier aus brauchte ich nur wenige Minuten bis dahin.
„... Bastian Fleischer, verdammt noch mal, hören Sie endlich auf!“ perfektes Timing. Der Wachmann sah ihn an. „Ich weiß, dass Sie Zwillinge sind, und Sie können sich nicht für Ihren Bruder ausgeben! Er hat Dienst und ...“ Gina fiel ihm ins Wort.
„Er," sie zeigte auf ihren Mitgefangenen, „ist wirklich Bastian Fleischer.“
Der Wachmann sah sie an. „Ach echt? Und wer hat vorhin seinen Dienst oben im Offiziersbereich angetreten?“
„Mein Name ist Jakob Fleischer“ kam eine Stimme aus dem Hintergrund.
Zwei Sekunden später lagen die Wachen auf dem Fußboden und Bastian kam ins Bild und befreite Gina und seinen Bruder.
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